Logo Wiener Hofmusikkapelle
Logo Bundeskanzleramt Österreich

Seitenpfad

Ensemble

Inhalt

"Musica magnifica" in der Wiener Hofburg

Jeden Sonntag von Mitte September bis Ende Juni findet um 9:15 Uhr in der Hofburgkapelle ein Gottesdienst statt. Fortgesetzt wird damit eine über 500-jährige Tradition, die in der Zeit der Habsburger-Herrscher ihren Ausgang genommen hat. Einzigartig ist bis heute die musikalische Gestaltung dieser Messen. Denn das Ensemble der Wiener Hofmusikkapelle besteht aus den Wiener Sängerknaben, dem Herrenchor der Wiener Staatsoper und Mitgliedern der Wiener Philharmoniker. Sie musizieren mit dem Organisten auf der Empore oben an der Rückwand der Hofburgkapelle. Die Schlussmotette singen die Wiener Sängerknaben im Anschluss an die Messe vor dem Hochaltar.

Die wechselnden Teile der Messe, das sogenannte Proprium, werden von der Choralschola der Wiener Hofburgkapelle, die sich aus ehemaligen Wiener Sängerknaben zusammensetzt, ausgeführt. Die gleichbleibenden Messabschnitte, das Ordinarium (Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus, Agnus), erklingen in bedeutenden Messvertonungen von unter anderem Claudio Monteverdi, Heinrich Isaac, Jacobus Gallus, Hans Leo Hassler, Antonio Salieri, Joseph und Michael Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, der selbst Hofsängerknabe war, oder Anton Bruckner, der zu den bedeutenden Organisten der Hofburgkapelle zählte.

Mitglieder der Wiener Hofmusikkapelle

Orchester

Reinhold Ambros, Trompete
Josef Bednarik, Oboe
Michael Bladerer, Kontrabass
Maxim Brilinsky, 1.Violine
Gotthard Eder, Trompete
Günter Federsel, Flöte
Raphael Flieder, Violoncello
Daniel Froschauer, 1.Violine
Mark Gaal, Posaune
Stefan Gartmayer, Violoncello
Wilfried Hedenborg, 1.Violine
Dominik Hellsberg, 2.Violine
Harald Hörth, Oboe
Gerhard Iberer, Violoncello
Ronald Janezic, Horn
Johannes Kafka, Fagott
Heinrich Koll, Viola
Hubert Kroisamer, 1.Violine
Harald Krumpöck, 2.Violine
Dietmar Küblböck, Posaune
Pavel Kuzmichev, 1.Violine
James Tobias Lea, Viola
Martin Lemberg, Viola
Raimund Lissy, 2.Violine
Alexander Matschinegg, Kontrabass
Anton Mittermayr, Pauke
Ben Morrison, 1. Violine
Martin Mühlfellner, Trompete
Harald Müller, Fagott
Robert Nagy, Violoncello
Daniel Ottensamer, Klarinette
Wolfgang Plank, Oboe
Erich Schagerl, 1.Violine
Gerald Schubert, 2.Violine
Hans Peter Schuh, Trompete
Alexandr Sorokow, 1.Violine
Alexander Steinberger, 2.Violine
Lars Michael Stransky, Horn
Johann Leopold Ströcker, Posaune
Wolfgang Vladar, Horn
Andreas Wieser, Klarinette
Christoph Wimmer, Kontrabass
Klaus Zauner, Pauke
Helmut Zehetner, 2.Violine

Herrenchor der Wiener Staatsoper

Hacik Bayvertian, Bass
Wolfram Derntl, Tenor
Johannes Gisser, Bass
Ulrich Großrubatscher, Tenor
Michael Knapp, Tenor
Jacek Piotr Krzyszkowski, Tenor
Günther Martin Müller, Tenor
Jens Musger, Bass
Karl Nebenführ, Bass
Hakki Özpinar, Tenor
Andre Potgieter, Tenor
Dominik Rieger, Bass
Friedrich Springer, Bass
Mario Steller, Bass
Zsolt Temes, Tenor
Hermann Thyringer, Bass
Ion Tibrea, Bass
Roland Winkler, Tenor

Dirigenten der Wiener Hofmusikkapelle

Erwin Ortner

Hofmusikkapellmeister

Der gebürtige Wiener war Wiener Sängerknabe und studierte an der damaligen Wiener Musikhochschule. Von 1980 bis 2016 war er ordentlicher Professor für Chordirigieren an der Musikuniversität, von 1996 bis 2002 deren Rektor. Gründer und künstlerischer Leiter des Arnold Schoenberg Chores, von 1983 bis 1995 Leiter des ORF-Chores. Grammy Preisträger 2002. Enge künstlerische Zusammenarbeit mit Nikolaus Harnoncourt. Seit 2010 künstlerischer Leiter der Wiener Hofmusikkapelle.

Christoph Campestrini

Kapellmeister der Wiener Hofmusikkapelle

Erhielt seine musikalische Ausbildung in New York an der Juilliard School und Yale University. Internationale Konzert- und Operntätigkeit bei renommierten europäischen und amerikanischen Orchestern und Opernhäusern. Musikalischer Leiter der Oper Klosterneuburg und Music Director des International Late Summer Music Festival Dubrovnik.

Jordi Casals

Kapellmeister der Wiener Hofmusikkapelle

Der gebürtige Spanier studierte in seiner Heimatstadt Terrassa und in Wien Musiktheorie, Musikpädagogik, Dirigieren, Klavier und Gesang. Seit 2005 Chordirektor am Theater an der Wien, 2005 bis 2008 Chordirektor bei mehreren Festivals (unter anderem Aix-en-Provence, Edinburgh, Luxemburg, Baden-Baden). Gastdirigate.

Janko Kastelic

Kapellmeister der Wiener Hofmusikkapelle

Absolvent der St. Michael's Choir School in Toronto. Studium Dirigieren, Komposition, Musiktheorie, Klavier und Orgel in Toronto und Wien. 2002 bis 2008 zweiter Chordirektor und sowie stellvertretender Leiter der Opernschule der Wiener Staatsoper. 2008 bis 2011 Operndirektor des Slowenischen Nationaltheaters Maribor. Gastdirigate.

Martin Schebesta

Kapellmeister der Wiener Hofmusikkapelle

Studierte Chorleitung, Dirigieren, Orgel und Komposition an der Musikhochschule Wien und am Mozarteum Salzburg, anschließend Kapellmeister der Wiener Sängerknaben. Zweiter Chordirektor der Wiener Staatsoper und Erster Gastdirigent des Taiwan National Choir. Internationale Konzerttätigkeit, Gastdirigent verschiedener Orchester und Chöre.

Wiener Philharmoniker

In keinem Orchester spiegelt sich die europäische Musiktradition derart prominent wider wie in den 1842 aus dem k. k. Hofopernorchester hervorgegangenen Wiener Philharmonikern. Sie stellen nach wie vor das Orchester der Wiener Staatsoper und bestreiten unter dem Namen Wiener Philharmoniker weltweit Konzerte. 42 ihrer Mitglieder stellen das Orchester der Wiener Hofmusikkapelle und adeln mit ihrer Klangkultur die sonntäglichen Gottesdienste in der Hofburgkapelle.

www.wienerphilharmoniker.at

Herrenchor der Wiener Staatsoper

Zum Ensemble der Wiener Hofmusikkapelle zählen auch 18 Herren des Chors der Wiener Staatsoper, die auch solistische Aufgaben zu bewältigen haben. Manche von ihnen haben ihre Karriere als Mitglied der Wiener Sängerknaben begonnen und widmen sich damit dem seit früher Jugend gewohnten Repertoire nun aus einer anderen Perspektive.

www.wiener-staatsoper.at

Die Wiener Sängerknaben

Die Geschichte der Wiener Sängerknaben, die mit dem Herrenchor der Wiener Staatsoper und Mitgliedern der Wiener Philharmoniker das in seiner Art einzigartige Ensemble der Wiener Hofmusikkapelle stellen, ist eng mit der bis in das 15. Jahrhundert zurückreichenden Geschichte dieser Institution verbunden. Schon als k. k. Hofsängerknaben wirkten sie bei den Messen, aber auch Hochzeiten und Trauerfeierlichkeiten des Kaiserhofs mit. Der Zusammenbruch der Monarchie führte zu einem vorübergehenden Ende dieser Auftritte, welche erst 1924 – dann bald unter dem Namen Wiener Sängerknaben – wiederaufgenommen werden konnten. Zahlreiche ehemalige Wiener Sängerknaben bleiben dem Gesang als Mitglieder der Choralschola der Wiener Hofburgkapelle oder des Chorus Viennensis verbunden.

www.wienersaengerknaben.at

Organisten der Wiener Hofmusikapelle

Martin Haselböck

Der österreichische Dirigent Martin Haselböck stammt aus einer bekannten Musikerfamilie. Nach Studien in Wien und Paris und mit internationalen Wettbewerbspreisen ausgezeichnet, erwarb er sich früh große Reputation als Organist und arbeitete mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Lorin Maazel, Wolfgang Sawallisch, Riccardo Muti und vielen anderen.

Jeremy Joseph

Geboren im südafrikanischen Durban erhielt Jeremy Joseph zuerst Klavierunterricht ehe er mit dem Orgelspiel begann; bereits mit 14 Jahren wurde er Organist an der Kathedrale seiner Heimatstadt. Seine Studien führten ihn nach Kopenhagen zu Hans Fagius, nach Lübeck zu Martin Haselböck und nach Stuttgart zu Jürgen Essl. Er lebt als Organist und Cembalist in Wien.

Wolfgang Kogert

Der gebürtige Wiener studierte an der Wiener Musikuniversität bei Martin Haselböck, in Stuttgart und Detmold. Gewann 2006 den Internationalen Orgelwettbewerb Brügge. 2013 Artist in Residence der Cité des Arts in Paris. Unterrichtet an der Musikhochschule Detmold und an der Universität Mozarteum Salzburg. Intensive Konzerttätigkeit, zahlreiche CD-Aufnahmen.

Choralschola der Wiener Hofburgkapelle

Ausschließlich ehemalige Mitglieder der Wiener Sängerknaben bilden die Choralschola der Wiener Hofburgkapelle; sie gestaltet seit 1952 die Gregorianischen Choräle der lateinischen Liturgie. Initiiert wurde die Choralschola vom damaligen Rektor der Hofburgkapelle Josef Schnitt. Gegenwärtig besteht sie aus rund 25 Sängern, von denen 12 jeden Sonntag bei den Gottesdiensten den Gregorianischen Choral aufführen.

Geleitet wird die Choralschola der Hofburgkapelle, die zu den international anerkanntesten Formationen ihres Fachs zählt, von Daniel Mair, der sich bereits im Rahmen seines Studiums an den Musikuniversitäten von Wien und Graz ausführlich mit der Gregorianik auseinandergesetzt hat.

www.choralschola.at

Nach oben