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Andrea Gabrieli

Missa brevis

Wiener Sängerknaben, Herrenchor der Wiener Staatsoper, Choralschola der Wiener Hofburgkapelle, Jeremy Joseph, Gerald Wirth

Missa brevis

Lange vermutete man als Geburtsjahr für Andrea Gabrieli 1510. Mittlerweile geht man davon aus, dass er 1532 oder 1533 in Venedig, wo er 1585 starb, geboren wurde. Er wirkte in seiner Heimatstadt als Organist zuerst an seiner Heimatpfarre S. Geremia, später in San Marco. Der Versuch Herzog Wilhelms V. von Bayern, ihn für seine Kapelle zu gewinnen, schlug fehl. Sein reichhaltiges Schaffen umfasst Werke für Tasteninstrumente, Instrumentalensembles, Madrigale, Motetten und Messen, die nach seinem Tod in mehreren Sammlungen erschienen, die Kompositionen aus unterschiedlichen Phasen vereinen. Am bekanntesten sind seine mehrchörigen Werke, die deutlich vom Stil Orlando di Lassos geprägt sind, damit von Gabrielis weitreichenden Kontakten zeugen. In seiner Missa brevis präsentiert er sich als Brückenbauer zwischen der Kunst der Niederländer und der venezianischen Hochrenaissance. Aus den jeweiligen Inhalten entwickelt er einen einstimmigen oder mehrstimmigen Satz. Nicht zuletzt diese Abwechslung kennzeichnet diese a cappella- Messvertonung, in der er sich als souveräner Kontrapunktiker präsentiert. So baut das „Kyrie“auf der Idee eines Fugato. Die im „Credo“ angesprochene Dreieinigkeit Gottes hebt er durch die Verwendung eines schwebenden Dreiertaktes hervor. Das „Sanctus“ besticht durch kunstvolle Mehrstimmigkeit, während das „Benedictus“ auf dreistimmigen Sologlanz angelegt ist. Das „Agnus Dei“ entfaltet sich in fünfstimmiger Klangpracht. Walter Dobner

Dirigent: Gerald Wirth
Organist: Jeremy Joseph
Chor: Wiener Sängerknaben, Herrenchor der Wiener Staatsoper und Choralschola der Wiener Hofburgkapelle

Kartenreservierung unter office@hofmusikkapelle.gv.at

Der Online-Kartenverkauf erfolgt über Culturall:

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Wiener Sängerknaben singen eine Motette