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Franz Schubert

Messe Es-Dur

Wiener Sängerknaben, Herrenchor der Wiener Staatsoper, Choralschola der Wiener Hofburgkapelle, Wiener Philharmoniker, Wolfgang Kogert, Erwin Ortner

Messe Es-Dur, D 950

Schuberts letzte Messe, die Es-Dur-Messe D 950, entstand für die Dreifaltigkeitskirche in Wien-Alsergrund (9. Bezirk). Dort fand - vermutlich noch ein Wunsch des Komponisten - am 4. Oktober 1829 unter Leitung von Schuberts Bruder Ferdinand die Uraufführung statt. Gefeiert wurde neben dem Namenstag von Kaiser Franz I. das Fest der Minoriten sowie das 100-jährige Bestehen des Kirchenmusik-Vereins in der Alservorstadt. Der Gründer dieses Vereins, Michael Leitermayer, hatte die Messe auch einstudiert. Auch wenn nicht auf dem Titelblatt vermerkt, handelt es sich bei diesem Werk um eine Missa solemnis, wie die große Besetzung dokumentiert. Wobei zusätzlich zum üblichen Solisten-Quartett von Sopran, Alt, Tenor und Bass noch ein zweiter Solo-Tenor vorgesehen ist. Das einleitende, dreiteilig angelegte „Kyrie“ präsentiert sich als in sich ruhende Klangfläche mit wechselnden Harmonien, das jubelnd anhebende „Gloria“ verknüpft ein Fugato mit einem vom Chor dominierten homophonen Teil. Ungleich distanzierter gibt sich das „Credo“, aus dem die weite melodische Helle des „Et incarnatus est“ heraussticht. Streichertremoli und harmonische Irritationen prägen das überraschend düstere „Sanctus“, das in eine lebhafte „Osanna“-Fuge mündet. Luzide Kantabilität bestimmt das ganz auf die Solisten zugeschnittene „Benedictus“. Schmerzvolle Attitüde und Zerrissenheit spricht aus dem nochmals an die Klangwelt des „Kyrie“ erinnernden „Agnus Dei“. Walter Dobner

Dirigent: Erwin Ortner
Organist: Wolfgang Kogert
Chor: Wiener Sängerknaben, Herrenchor der Wiener Staatsoper und Choralschola der Wiener Hofburgkapelle
Orchester: Mitglieder der Wiener Philharmoniker

Kartenreservierung unter office@hofmusikkapelle.gv.at

Der Online-Kartenverkauf erfolgt über Culturall:

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Wiener Hofmusikkapelle mit Hofkapellmeister Erwin Ortner auf der Orgelempore