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Giovanni Perluigi da Palestrina

Missa brevis

Wiener Sängerknaben, Herrenchor der Wiener Staatsoper, Choralschola der Wiener Hofburgkapelle, Jeremy Joseph, Luiz de Godoy

Missa brevis

Der nach seiner Geburtsstadt nahe Rom benannte Komponist begann seine musikalische Karriere als Sängerknabe in der Kirche Santa Maria Maggiore in Rom, wirkte als Organist, Chorleiter und Gesangsleiter an der Bischofskirche seiner Heimatstadt, ehe in Papst Julius III. als Kapellmeister der Capella Giulia an den Petersdom berief und zum Chormitglied der Capella Sixtina ernannte. Sie musste er wie die übrigen verheirateten Mitglieder unter Papst Paul IV. wieder verlassen. Unter dessen Nachfolger, Papst Pius IV., wurde er Komponist der päpstlichen Kapelle und übernahm schließlich erneut die Leitung der Capella Giulia, die er bis zu seinem Lebensende innehatte. Palestrinas Werk umfasst um die 400 Motetten, eine Vielzahl von Offertorien und Hymnussätzen, 35 Magnificat-Vertonungen, an die 150 weltlichen und geistlichen Madrigale sowie jedenfalls 104 Messen. Auf der die Realität übertreibenden Legende, dass er mit seiner „Missa Papae Marcelli“ aus 1562 den Weiterbestand der mehrstimmigen Kirchenmusik des 16. Jahrhunderts gesicherte hätte, basiert die Oper „Palestrina“ des deutschen Komponisten Hans Pfitzner aus 1917. Zu Palestrinas populären Messen zählt auch seine erstmals 1570 edierte Missa brevis. Sie stellte entgegen ihrer Bezeichnung, die auf eine kurze Messe schließen ließe, eine ausgewachsene vierstimmige Messe dar, die im gleichfalls in kunstvoller Kontrapunktik gestalteten Agnus Dei noch zur Fünfstimmigkeit erweitert wird. Walter Dobner

Dirigent: Luiz de Godoy
Organist: Jeremy Joseph
Chor: Wiener Sängerknaben, Herrenchor der Wiener Staatsoper und Choralschola der Wiener Hofburgkapelle

Kartenreservierung unter office@hofmusikkapelle.gv.at

Der Online-Kartenverkauf erfolgt über Culturall:

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Wiener Sängerknaben singen eine Motette am Ende der Messe