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Jacobus Gallus

Missa Pater noster

Wiener Sängerknaben, Herrenchor der Wiener Staatsoper, Choralschola der Wiener Hofburgkapelle, Jeremy Joseph, Jordi Casals

Missa ad imitationem Pater noster für Doppelchor a cappella

Jacobus Gallus, der eigentlich Jacob Handl hieß, später die latinisierte Form seines Namens wählte, stammt aus dem heutigen Slowenien. Er wirkte als Kapellsänger in Melk, war Mitglied der Wiener Hofkapelle, bischöflicher Chordirektor in Olmütz und Kantor an der Kirche St. Johann in Prag, wo er auch verstorben ist. Er zählt zu den fruchtbarsten Komponisten des 16. Jahrhunderts. Eine 1961 abgeschlossene Gesamtausgabe seiner Werke umfasst zwanzig Bände, darunter dreizehn mit Motetten, vier mit Messen, zwei mit Madrigalen und einen weiteren mit handschriftlich überlieferten Kompositionen. Seine Werke basieren auf der Vokalpolyphonie der Niederländer, sind aber ebenso von der Mehrchörigkeit der venezianischen Schule beeinflusst und stets auf die Deutlichkeit der jeweiligen Texte konzentriert. Oft wird die Anzahl der Stimmen variiert. Gallus arbeitet auch mit Echowirkungen, stellt polyphone und homophone Teile gegenüber, setzt auf markante Rhythmik, insbesondere auf Synkopen. Ihren Titel verdankt die „Missa ad imitationem Pater noster“ der Tatsache, dass Gallus für die Anfänge des „Kyrie“, „Gloria“, „Credo“ und „Agnus Dei“ auf die Intonationstöne des gregorianischen Pater noster zurückgreift. Geschrieben ist diese Messe, die erstmals 1580 in Prag im Druck erschien, für Doppelchor. Dabei bilden Sopran und Alt den ersten, Tenor und Bass den zweiten, wodurch reizvolle Klangwirkungen erzielt werden. Walter Dobner

Dirigent: Jordi Casals
Organist: Jeremy Joseph
Chor: Wiener Sängerknaben, Herrenchor der Wiener Staatsoper und Choralschola der Wiener Hofburgkapelle

Kartenreservierung unter office@hofmusikkapelle.gv.at

Der Online-Kartenverkauf erfolgt über Culturall:

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Sänger der Wiener Hofmusikkapelle während der Messe