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Jehan Alain

Messe grégorienne

Choralschola der Wiener Hofburgkapelle, Wiener Philharmoniker, Martin Haselböck, Erwin Ortner

Messe Grégorienne de mariage (1937)

Jehan Alain entstammte einer Musikerfamilie. Er studierte in Paris, unter anderem Orgel bei Marcel Dupré und Komposition bei Paul Dukas. Um den Lebensunterhalt seiner Familie zu bestreiten, begann er nach Absolvierung seines Militärdienstes in Nancy zu unterrichten und war Organist an mehreren Kirchen, darunter an der Pariser Synagoge in der Rue Notre-Dame-de-Nazareth. Er fiel wenige Stunden vor dem Waffenstillstand bei der Verteidigung der Stadt Saumur. Trotz seines kurzen Lebens hinterließ Jehan Alain zahlreiche Vokalwerke, Klavier-, Orgel- und Kammermusik. Die „Gregorianische Hochzeitsmesse“ komponierte Alain - wie seine Schwester, die bedeutende Organistin Marie-Claire Alain (1926-2013), berichtet - für die Hochzeit eines Freundes, der in einer Kirche ohne Orgel heiratete. Die Uraufführung fand vermutlich 1938 statt. Alain orientiert sich bei diesem Werk, dessen originale Streichquartettversion später für Orgel bearbeitet wurde, am Gregorianischen Choral. Die Begleitung und die Zwischenspiele werden von einem Streichquartett oder der Orgel ausgeführt. Sie zeugen von Alains hoher kontrapunktischer Meisterschaft. Die dem Typus der Orgelmesse folgenden Anlage dieser einfach wie schlicht gehaltenen Messe liefert zudem ein Beispiel für die Anfang des 20. Jahrhunderts in den katholische Kirchen Frankreichs gepflegte Liturgie. Walter Dobner

Dirigent: Erwin Ortner
Organist: Martin Haselböck
Chor: Choralschola der Wiener Hofburgkapelle
Orchester: Mitglieder der Wiener Philharmoniker

Kartenreservierung unter office@hofmusikkapelle.gv.at

Der Online-Kartenverkauf erfolgt über Culturall:

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Schlussstein Christus in der Hofburgkapelle