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Joseph Haydn

„Nicolaimesse“

Wiener Sängerknaben, Herrenchor der Wiener Staatsoper, Choralschola der Wiener Hofburgkapelle, Wiener Philharmoniker, Jeremy Joseph, Erwin Ortner

Missa Sancti Nicolai, G-Dur, Hob. XXII:6

Wie wir aus einem Brief Haydns wissen, wurde alljährlich zum Namensfest von Fürst Nikolaus II. von Esterházy eine festliche Messe aufgeführt. Das ist auch der Entstehungsanlass für die als „Nicolaimesse“ bekannte G-Dur-Messe Hob. XXII:6, die am 6. Dezember 1766 uraufgeführt wurde. Dem feierlichen Anlass entsprechend weist die Messe mit 2 Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass, Orgel, sowie je einem Oboen- und Hornpaar, was später durch zwei Trompeten und Pauken noch erweitert wurde, eine große Besetzung auf. Dass Haydn dieses Werk in großer Eile schreiben musste, zeigt sich nicht nur am Autograph, sondern dokumentiert sich auch darin, dass er im dritten Teil des „Credo“ auf die Musik des ersten Teils zurückgreift und dem „Agnus Dei“ dieselbe Musik unterlegt wie zuvor dem „Kyrie“. Der Chorsatz ist einfach, dennoch reizt Haydn den Stimmumfang bei den Sopranen und Bässen weit aus. Das „Kyrie“ wird durch liedhafte Melodik dominiert und zeichnet sich durch eine sonatenhafte Anlage aus, wie man sie in Haydns späten Messen wieder findet. Das „Gloria“ wird durch eine kurze Fuge beschlossen. Die Vokalsolisten sind grundsätzlich in das Ensemble integriert. Einzig im „Gloria“ hat der Sopran und im „Credo“ der Tenor Gelegenheit zu solistischer Entfaltung. Im „Benedictus“ dominiert anfangs der Sopran, ehe die übrigen Solisten einstimmen und sich zu einem gleich berechtigten Quartett zusammenfinden. Walter Dobner

Dirigent: Erwin Ortner
Organist: Jeremy Joseph
Chor: Wiener Sängerknaben, Herrenchor der Wiener Staatsoper und Choralschola der Wiener Hofburgkapelle
Orchester: Mitglieder der Wiener Philharmoniker

Kartenreservierung unter <a href="mailto:office@hofmusikkapelle.gv.at">office@hofmusikkapelle.gv.at</a>

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