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Joseph Haydn

Harmoniemesse

Martin Müller, Dominik Rieger, Wiener Sängerknaben, Herrenchor der Wiener Staatsoper, Choralschola der Wiener Hofburgkapelle, Wiener Philharmoniker, Jeremy Joseph, Erwin Ortner

Missa in B, Hob. XXII:14, "Harmoniemesse"


Zwischen Jänner und August 1802 schrieb Joseph Haydn an seiner letzten und zugleich bedeutendsten Messe, der "Harmoniemesse", Hob. XII:14. Dass ihm die Arbeit, wie er seinem Dienstherrn, dem Fürsten Nikolaus II. von Esterházy, schrieb, Mühe machte, merkt man diesem Werk nicht an. Vielmehr ist es die meisterhafte Summe seines kirchenmusikalischen Schaffens mit zahlreichen Bezügen zu einigen seiner früheren Messen. So erinnern Passagen des Kyrie und Gloria an die "Nelsonmesse", Hob. XXII:11, und "Mariazellermesse", Hob. XXII:8, oder Teile des Benedictus an die "Theresienmesse", Hob. XXII:2 oder die "Heiligmesse", XXII:10. Mit Streichern, Orgel, Flöte, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotten, 2 Hörnern, 2 Trompeten und Pauken weist die "Harmoniemesse" die reichste Instrumentation unter Haydns Messen auf. Wie sehr Haydn hier Tradition und Zukunft vereint, zeigt sich im "Agnus Dei". Denn darin finden sich gleichermaßen Anklänge zu Mozarts "Zauberflöte" wie eine Vorwegnahme des jubelnden Schlusses von Anton Bruckners "Te Deum". Haydn selbst hat das Werk nur mit "Missa" betitelt. Erst im Jahr 1862 findet sich – wohl wegen der reichhaltigen Bläserbesetzung dieser B-Dur-Messe – die Bezeichnung "Harmoniemesse". Entstanden ist sie für die Namenstagfeier der Gattin von Fürst Nikolaus II., Maria Josepha Hermenegild. Uraufgeführt wurde sie am 8. September 1802 in der Bergkirche von Eisenstadt. Walter Dobner

Dirigent: Erwin Ortner
Organist: Jeremy Joseph
Tenor: Martin Müller
Bass: Dominik Rieger
Chor: Wiener Sängerknaben, Herrenchor der Wiener Staatsoper und Choralschola der Wiener Hofburgkapelle
Orchester: Mitglieder der Wiener Philharmoniker

Kartenreservierung unter office@hofmusikkapelle.gv.at

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