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Joseph Haydn

Nelsonmesse

Wolfram Derntl, Johannes Gisser, Wiener Sängerknaben, Herrenchor der Wiener Staatsoper, Choralschola der Wiener Hofburgkapelle, Wiener Philharmoniker, Jeremy Joseph, Erwin Ortner

Missa in angustiis, d-Moll, Hob. XXII:11 "Nelson-Messe"

Zwischen 10. Juli und 31. August 1798 schrieb Joseph Haydn an seiner d-Moll-Messe, der er den Namen "Missa in angustiis" ("Messe in Bedrängnis") gab. Haydn nahm damit auf die zur gleichen Zeit laufenden Kriegshandlungen von Napoleon Bezug, die in Ägypten einem neuen Höhepunkt zustrebten. Während der Arbeit an dieser Messe fand die berühmte Seeschlacht von Abukir (1. bis 3. August) statt, in der Admiral Nelson die Franzosen besiegte. Haydn erfuhr davon erst Wochen später. Im September 1800 besuchten Nelson und Lady Hamilton den Fürsten Esterházy in Eisenstadt. Sie hörten mehrere Konzerte, bei denen vermutlich auch diese Messe erklang, die wenig später den Namen "Nelson-Messe" erhielt, unter dem sie heute allgemein bekannt ist. Wie alle der späten Haydn-Messen handelt es sich auch dabei um ein Auftragswerk des Fürsten Nikolaus II. von Esterházy zum Namenstag seiner Gattin. Die Uraufführung fand am 23. September 1798 in Eisenstadt statt. Damit nicht wie üblich am ersten, sondern erst am zweiten Sonntag nach dem fürstlichen Namenstag. Der Grund dafür ist nicht bekannt. Charakteristisches Merkmal dieser Messe für Soli, Chor, Streicher, 3 Trompeten, Pauken und konzertierende Orgel ist ihre ernste Grundhaltung, vor allem die besonders dramatische Gestaltung von "Kyrie" und "Benedictus", für viele Haydns kühnste Musik. Der Solosopran dominiert das "Kyrie" und "Gloria", in dem auch der Solobass wesentliche Aufgaben hat. Das "Credo" ist als Kanon gestaltet. Walter Dobner

Dirigent: Erwin Ortner
Organist: Jeremy Joseph
Tenor: Wolfram Derntl
Bass: Johannes Gisser
Chor: Wiener Sängerknaben, Herrenchor der Wiener Staatsoper und Choralschola der Wiener Hofburgkapelle
Orchester: Mitglieder der Wiener Philharmoniker

Kartenreservierung unter office@hofmusikkapelle.gv.at

Der Online-Kartenverkauf erfolgt über Culturall:

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