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Joseph Haydn "Nikolaimesse" Messe in G-Dur, Hob XXII:6 - Wiener Hofmusikkapelle

Aufnahme vom 25.12.2019

 

Joseph Haydn (1732 - 1809)

Messe in G-Dur, Hob XXII:6

Wie wir aus einem Brief Haydns wissen, wurde alljährlich zum Namensfest von Fürst Nikolaus II. von Esterházy eine festliche Messe aufgeführt. Das ist auch der Entstehungsanlass für die als „Nicolai-Messe“ bekannte G-Dur-Messe Hob. XXII:6, die am 6. Dezember 1766 uraufgeführt wurde. Dem feierlichen Anlass entsprechend weist die Messe mit 2 Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass, Orgel, sowie je einem Oboen- und Hornpaar, was später durch zwei Trompeten und Pauken noch erweitert wurde, eine große Besetzung auf. Dass Haydn dieses Werk in großer Eile schreiben musste, zeigt sich nicht nur am Autograph, sondern dokumentiert sich auch darin, dass er im dritten Teil des „Credo“ auf die Musik des ersten Teils zurückgreift und dem „Agnus Dei“ dieselbe Musik unterlegt wie zuvor dem „Kyrie“. Der Chorsatz ist einfach, dennoch reizt Haydn den Stimmumfang bei den Sopranen und Bässen weit aus. Das „Kyrie“ wird durch liedhafte Melodik dominiert und zeichnet sich durch eine sonatenhafte Anlage aus, wie man sie in Haydns späten Messen wieder findet. Das „Gloria“ wird durch eine kurze Fuge beschlossen. Die Vokalsolisten sind grundsätzlich in das Ensemble integriert. Einzig im „Gloria“ hat der Sopran und im „Credo“ der Tenor Gelegenheit zu solistischer Entfaltung. Im „Benedictus“ dominiert anfangs der Sopran, ehe die übrigen Solisten einstimmen und sich zu einem gleich berechtigten Quartett zusammenfinden. Walter Dobner

Aufzeichnung vom 25.12.2019

Joseph Haydn, Messe G-Dur, Hob XXII:6, Heilie Messe in der Wiener Hofburgkapelle. Zu sehen ist das Ensemble der Wiener Hofmusikkapelle: Wiener Sängerknaben, Mitglieder des Herrenchors der Wiener Staatsoper und der Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Erwin Ortner. [Länge 1:19:47 Stunden]

Joseph Mayseder Messe Es-Dur op. 64 - Wiener Hofmusikkapelle

Joseph Mayseder (1789-1863)

Messe Es-Dur, op. 64

 

Joseph Mayseder, Solospieler des Orchesters der Wiener Hofoper und seit 1830 auch Violin-Direktor (Konzertmeister) der Wiener Hofmusikkapelle, komponierte zahlreiche Violinvirtuosenwerke und Kammermusik sowie als bedeutendes Spätwerk die Messe op. 64. Die Messe ist für gemischten Chor, Streicher, Fagotte, Klarinetten, Hörner, Trompeten, Posaunen sowie Pauke komponiert. Mayseder verzichtet zugunsten des Chors auf die sonst üblichen Gesangssoli. Dem innigen Adagio des „Kyrie“ folgt ein dreiteiliges „Gloria“. Rasche Staccato-Sechzehntel-Figuren der Violinen kennzeichnen das „Gloria“ und „Quoniam“. Das dazwischen liegende „Qui tollis“ (Larghetto) wird von einem den Chor umspielenden Klarinettensolo geprägt. Der Mittelteil des dreiteiligen „Credo“ ist ein getragenes „Et incarnatus“ (Adagio). Das „Sanctus“ in H-Dur beginnt in stimmungsvollem Pianissimo, gefolgt von einem kurzen „Benedictus“ in G-Dur. Nach dem „Agnus Dei“ in g-Moll kehrt Mayseder mit dem „Dona nobis“ nach Es-Dur zurück und schließt damit den Bogen zum musikalisch in den letzten Takten gleichen Kyrie. Die Uraufführung der Messe fand am 18. Juni 1848 in der Wiener Hofburgkapelle statt. Sie wurde von 1875 bis 1935 an 49 Neujahrstagen aufgeführt und hatte daher den Beinamen „Neujahrsmesse“. Die Beliebtheit der Messe ist durch 130 Aufführungen in der Hofkapelle eindrucksvoll belegt, wo sie bis zu drei Mal pro Jahr angesetzt war. Zuletzt erklang sie 1940. Im Druck erschien die Messe erst 18 Jahre nach der Uraufführung im Jahr 1866.

Raimund Lissy

Ausschnitt einer Aufzeichnung

Joseph Mayseder, Messe Es-Dur, op 64, Gloria in der Wiener Hofburgkapelle. Zu sehen ist das Ensemble der Wiener Hofmusikkapelle: Wiener Sängerknaben, Mitglieder des Herrenchors der Wiener Staatsoper und der Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Erwin Ortner. [Länge 3:37 Minuten]

Kultur Glaube Macht - Auner Quartett in der Wiener Hofburgkapelle

Letzter Satz aus dem Kaiserquartett von Joseph Haydn in einem Ausschnitt eines Konzerts des Auner Quartetts am 16.10.2020 in der Wiener Hofburgkapelle.

Das Konzert ist Teil des Konzertzyklus mit dem Titel "Kultur Glaube Macht".

Konzert-Termine:

  • 16.10.2020
  • 04.12.2020
  • 02.04.2021
  • 18.06.2021

Ausschnitt einer Aufzeichnung

Joseph Haydn, Kaiserquartett, Auner Quartett in der Wiener Hofburgkapelle. Zu sehen ist das Auner Quartett in der Wiener Hofmusikkapelle: Daniel Auner, Barbara Galante Auner, Nikita Gerkusov, Konstantin Zelenin [Länge 3:03 Minuten]