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Die Hofburgkapelle

Die Wirkungsstätte der Wiener Hofmusikkapelle, die auch Konzerte im In- und Ausland bestreitet und bei Festspielen gastiert, ist die Hofburgkapelle. Die kleine ehemalige Hofkapelle der Habsburger befindet sich mitten in der Wiener Hofburg.

Die erste urkundliche Erwähnung der im gotischen Stil erbauten Hofburgkapelle stammt aus dem Jahr 1296. Damals regierte als Herzog von Österreich der Habsburger Albrecht I. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Kapelle mehrfach baulich verändert und spiegelt somit den wechselnden Geschmack der unterschiedlichen Herrscher wider.

Die heutige Gestaltung mit den Oratorien und übereinander liegenden Emporen geht auf Maria Theresia (1717–1780) und Kaiser Franz II. (1768–1835) zurück. Von der früheren Ausgestaltung blieben die 4 Schlusssteine des Gewölbes erhalten. Sie stellen den Segen spendenden Christus Salvator, Maria mit dem Jesuskind, den Evangelisten Johannes und den Erzengel Gabriel dar. Auf den Pfeilern finden sich Holzskulpturen von heiligen Schutzpatronen. Über dem linken Seitenaltar ist eine um 1410 geschnitzte Madonna platziert.

In der Wiener Hofburgkapelle wurden 1914 der ermordete Thronfolger Franz Ferdinand und 2 Jahre später der letzte amtierende Kaiser, Kaiser Franz Joseph, aufgebahrt. Die Hofburgkapelle ist durch den Inneren Burghof und das Schweizertor oder vom Josefsplatz (Prunksaal Nationalbibliothek) zu erreichen. Ihr Eingang liegt über der Schatzkammer.

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