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Wolfgang Amadeus Mozart

Missa brevis in F-Dur, KV 192

Wiener Sängerknaben, Mitglieder des Orchesters und des Herrenchors der Wiener Staatsoper, Choralschola der Wiener Hofburgkapelle

 

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Missa brevis in F-Dur / Kleine Credo-Messe, KV 192

Der größte Teil von Mozarts kirchenmusikalischem Schaffen fällt in seine Salzburger Zeit, so auch die „Kleine Credo-Messe“, die er am 24. Juni 1774 noch vor seiner großen Reise nach Mannheim und Paris komponierte.

Die „Kleine Credo-Messe“ gehört dem Typus der „Missa brevis“ an, es ist also eine Messe, die für Sonntage und niedere Festtage komponiert wurde und dementsprechend in Umfang und Gestaltung eingeschränkt sein musste.

Die Messe ist für die Domkirche des Fürsterzbischofs von Salzburg komponiert, wo der Kirchenmusik naturgemäß eine besondere repräsentative Rolle zukam. Hier hielt man auch an andernorts bereits nicht mehr praktizierten musikalischen Traditionen länger fest, etwa daran, die drei tieferen Singstimmen mit Alt-, Tenor- und Bassposaune zu unterstützen. Eine ähnliche Praxis der Verstärkung der Singstimmen mit Posaunen findet man in dieser Zeit noch in der Wiener Hofkapelle.

In den frühen Messen wie dieser orientierte sich Mozart noch am alten Kirchenstil, der sich insbesondere durch die kontrapunktische Kompositionsweise von der weltlichen Musik abgrenzt. Gleichzeitig entwickelt Mozart hier aber auch die formale und thematische Geschlossenheit, wie sie für die Messen der Klassik typisch ist.

Die Bezeichnung „Credo-Messe“ verdankt sie der besonderen Gestaltung des Credos: Immer wieder wird „Credo, credo“ – „Ich glaube“ verbunden mit einem charakteristischen Motiv (f – g – b – a) eingeworfen, dadurch die Wirkung des Wortes verstärkt und gleichzeitig dem musikalischen Satz ein verbindendes Element hinzugefügt. Auch am Beginn des „Crucifixus“-Abschnitts steht dieses Motiv – nun, der Kreuzigung entsprechend, in Moll gewandelt.

Dr.in Maria Helfgott


Chor: Wiener Sängerknaben, Mitglieder des Herrenchors der Wiener Staatsoper und Choralschola der Wiener Hofburgkapelle
Orchester: Mitglieder der Orchesters der Wiener Staatsoper

Zelebrant: Peter Schipka

Dauer: ca. 80 min (09:15- 10:35)

 

Kartenreservierung unter office@hofmusikkapelle.gv.at

Der Online-Kartenverkauf erfolgt über Culturall:

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