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Hans Leo Hassler

Missa secunda

Wiener Chormädchen, Mitglieder des Herrenchors der Wiener Staatsoper, Choralschola der Wiener Hofburgkapelle, Stefan Foidl, Elke Eckerstorfer

 

Hans Leo Hassler (1564–1612): Missa secunda

Hans Leo Hassler (1562–1612) war ein bedeutender Komponist und Organist der Spätrenaissance. Er wurde in eine musikalische Nürnberger Familie hineingeboren. Sowohl sein Vater Isaak, als auch seine beiden Brüder Kaspar und Jakob waren Musiker, Organisten und Komponisten. In dieser Epoche hatte die Vokalmusik nach wie vor die höchste musikalische Bedeutung, reine Instrumentalmusik existierte kaum und Instrumente musizierten stets zusammen mit Singstimmen.
Für Hasslers Karriere waren insbesondere die Verbindungen zu den Fuggern, bei denen er angestellt war, sowie zu lokalen Fürsten und reichen Bürgern von großer Bedeutung. Später gab es auch eine lose Verbindung zu Kaiser Rudolf II., der Hans Leo Hassler gemeinsam mit seinen beiden Brüdern in den Adelsstand erhob. Zu den wichtigsten Stationen seines Lebens zählten Nürnberg (Anstellung bei den Fuggern), Venedig (Ausbildung bei Andrea Gabrieli), Augsburg, Ulm und erneut Nürnberg. 1608 übersiedelte Hassler nach Dresden, wo er jedoch kurz nach der Krönung Kaiser Matthias’ in Frankfurt an Schwindsucht (Tuberkulose) starb.
Neben seiner Tätigkeit als Musiker war Hassler auch als Handwerker hoch angesehen, insbesondere im Bereich mechanischer Musikinstrumente. Er war ein Zeitgenosse von Orlando di Lasso und Michael Praetorius. Besonders prägend war für ihn der Unterricht bei Andrea Gabrieli in Venedig, wo er wichtige italienische und bereits frühbarocke Einflüsse aufnahm.
Die „Missa secunda“, die 1599 in einem frühen Musikdruck gemeinsam mit weiteren Messen erschien, orientiert sich stilistisch stark an den Idealen der Renaissancemusik und knüpft insbesondere an die Tradition Lassos an. Die Messe zeichnet sich durch einen auffälligen Kontrast zwischen homophonen und polyphonen Abschnitten aus. Ihre Form wirkt insgesamt sehr konzentriert, die Dauer ist entsprechend kurz. Der gesamte Messtext ist trotz der Kürze vollständig auskomponiert, wobei besonders im Credo zugunsten einer deutlichen Textverständlichkeit häufig eine homophone Satztechnik verwendet wird. Die Messe wird entsprechend den liturgischen Regeln in der Advents- und Fastenzeit ohne Gloria aufgeführt. 

Sebastian Bürger, Wien Mai 2026

 

Dirigent: Stefan Foidl
Organist:in: Elke Eckerstorfer
Chor: Wiener Chormädchen, Mitglieder des Herrenchors der Wiener Staatsoper und Choralschola der Wiener Hofburgkapelle

Zelebrant: Peter Schipka

Dauer: ca. 110 min. (09:15-11:05)

 

Kartenreservierung unter office@hofmusikkapelle.gv.at

Der Online-Kartenverkauf erfolgt über Culturall:

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Copyright: Lukas Beck
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