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Joseph Haydn

"Jugendmesse"

Wiener Sängerknaben, Herrenchor der Wiener Staatsoper, Choralschola der Wiener Hofburgkapelle, Mitglieder der Wiener Philharmoniker, n.a. , Jeremy Joseph

Missa brevis F-Dur, Hob. XXII:1 „Jugendmesse“

Joseph Haydns als „Jugendmesse“ bekannte Missa brevis in F, Hob. XXII:1, liegt in zwei Versionen vor. Die ursprüngliche Besetzung sieht zwei Solosoprane, vierstimmigen Chor, zwei Violinen, Violoncello, Kontrabass und Orgel vor. In der zweiten wird das Orchester durch Holz- und Blechbläser sowie Pauken erweitert. Diese Neufassung für den Fürst Nikolaus II. von Esterházy entstand 1805. Von wann die erste Fassung stammt, kann nicht eindeutig gesagt werden, da das Autograph verschollen ist. Auf Grund der bisherigen Forschungen muss dies um 1749 gewesen sein. Haydn selbst wurde an dieses Werk erst durch eine Abschrift erinnert, was dazu führte, dass er unverzüglich eine Zweitfassung herstellte. Was den Komponisten an diesem Jugendwerk – daher auch der Beiname der Messe – beeindruckte, war „die Melodie und ein gewisses jugendliches Feuer“. Das jedenfalls berichtet Haydns Biograph Albert Christoph Dies. Volkstümliche Melodik bestimmt das knappe „Kyrie“. Aphoristisch geben sich auch das folgende „Gloria“ und das „Credo“ mit einer ebenfalls mehrfachen Textüberlagerung. Das „et incarnatus est“ ist als Adagio gestaltet. Ebenfalls als Adagio ist das „Sanctus“ konzipiert, sein „Hosanna“ kehrt beim „Benedictus“ wieder. Dieses ist als Duett für die beiden Solosoprane angelegt. Spätbarockes Pathos spricht aus dem „Agnus Dei“, in dessen „Dona nobis pacem“ an die Melodie des „Kyrie“ erinnert wird. In der Hofburgkapelle wurde Haydns „Jugendmesse“ erstmals am 31. Jänner 1909 aufgeführt.

Walter Dobner

Dirigent: NN
Organist: Jeremy Joseph
Chor: Wiener Sängerknaben, Herrenchor der Wiener Staatsoper und Choralschola der Wiener Hofburgkapelle
Orchester: Mitglieder der Wiener Philharmoniker

 

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